Johanniter Krankenhaus Oberhausen

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

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Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik steht für patientennahe, individualisierte medizinische Versorgung nach höchstem klinischen und wissenschaftlichen Standard.
Die Klinik wurde 1978 gegründet und war eine der ersten psychiatrischen Abteilungen an einem Allgemeinkrankenhaus. Mit 160 Betten, 35 Tagesklinikplätzen und einer großen Institutsambulanz ist die Klinik zugleich eine der größten Abteilungspsychiatrien Deutschlands und an der Regionalversorgung von ca. 250.000 Einwohnern im Gebiet des Oberhausener und Duisburger Nordens beteiligt.

In der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik werden alle psychiatrischen Krankheitsbilder behandelt, wobei je nach Schwere der Erkrankung die Möglichkeit der ambulanten, tagesklinischen und  stationären Betreuung besteht.

Konzeptionell hat die Klinik eine an den individuellen Bedürfnissen der Patienten angelehnte, leitlinienbasierte psychiatrisch-psychotherapeutische Ausrichtung. Wesentlicher Bestandteil der Behandlung sind neben der Psycho- und Pharmakotherapie Ergo-, Musik-, Kunst- und Bewegungstherapie. Besondere Expertise besteht auch bzgl. neuromodulativer Verfahren wie Biofeedback, transkranieller Magnetstimulation, Elektrokonvulsionstherapie, Vagusnervstimulation und tiefer Hirnstimulation. Dabei entwickelt sich die Versorgung der Patienten durch individualisierte Integration neuester klinischer, therapeutischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse stets weiter.

Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen unsere Klinik mit den verschiedenen Stationen sowie das jeweilige Leistungsspektrum näher vorstellen:

Station 11 - Wahlleistungsstation

Station 11:
Wahlleistungsstation, Psychotherapiestation für Angst-, Depressions- und psychosomatische Erkrankungen (Verantwortlich: OÄ Frau Dr. Göbel, CA Prof. Dr. Kuhn)

Therapieangebote der Wahlleistungsstation

Analytisch-interaktionelle Gruppenpsychotherapie                 

Diese Therapie wird in Gruppen durchgeführt, wobei die Gruppe dabei gewissermaßen als Abbild der zwischenmenschlichen Umwelt im Kleinen dient. Die Schwierigkeiten, die die einzelnen Patienten in ihrem Alltag mit anderen Menschen haben, treten während der Gruppentherapie früher oder später in Erscheinung und können somit bearbeitet werden.

Kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppenpsychotherapie

Die Kognitive Verhaltenstherapie geht davon aus, dass die Art und Weise, wie wir denken, bestimmt, wie wir uns fühlen, verhalten und körperlich reagieren. Im Mittelpunkt der verhaltenstherapeutischen Gruppe stehen daher unsere Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen. Diese Gesprächsgruppe ist eine offen gestaltete Gruppe, in welcher keine Themen vorgegeben werden. Im gemeinsamen Austausch werden Probleme, Einstellungen, Sichtweisen und Überzeugungen angeschaut, nach Entlastungsoptionen, Unterstützung oder möglichen Verhaltensveränderungen gesucht. Diese Gruppe findet zweimal in der Woche statt.

Gruppenpsychotherapie Psychoedukation bei Depression

Diese Gruppe dient dem Informationsaustausch bezüglich depressiver, manischer und bipolarer Störungen. Hier werden Hintergründe der Erkrankung, Behandlungsmaßnahmen und Fragen thematisiert. Es soll ein Umgang mit der Erkrankung gefördert werden. Diese Gruppe durchläuft sechs unterschiedliche Module, welche nicht aufeinander aufbauen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Angstgruppe

Die Angstgruppe richtet sich an Patienten mit Angststörungen, z.B. Panikstörung, spezifischer Phobie oder generalisierter Angststörung. Werden Sie zum Experten für Ihre Erkrankung. Lernen Sie, wie Ängste entstehen und wie Sie mit ihnen umgehen können. Die Gruppe vermittelt in einem Zyklus von sechs Gruppensitzungen nützliche Informationen und praktische Übungen.

Soziales Kompetenztraining

Im Alltag befinden wir uns nahezu immer in Kontakt mit unseren Mitmenschen. Dafür benötigen wir viele soziale Kompetenzen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. In schwierigen Phasen können soziale Situationen besonders viel Kraft kosten. Das Soziale Kompetenztraining soll helfen, sich sicherer zu verhalten. Die Gruppe vermittelt in einem Zyklus von sechs Gruppensitzungen nützliche Informationen. Zudem haben Sie die Chance, aktiv zu üben.

Achtsamkeitsgruppe

Achtsamkeit ist eine gesteigerte Form von Aufmerksamkeit. Achtsamkeit bedeutet, voll und ganz bei dem zu sein, was wir gerade empfinden und womit wir uns beschäftigen, im Hier und Jetzt zu sein. Achtsamkeitsübungen senken den körperlichen und seelischen Stress, unter dem viele Menschen stehen. Zahlreiche Studien haben die Wirksamkeit von Achtsamkeit erwiesen. Die meisten Studien zu diesem Thema hat Professor Jon Kabat-Zinn veröffentlicht. Spürbar ist ein Effekt dann, wenn wir im Alltag selbst bemerken, dass wir gerade nicht achtsam gehen, essen oder atmen. Folgendes Bild kann vielleicht Achtsamkeit veranschaulichen: Vergleichen wir unsere psychische Verfassung mit der Oberfläche eines Sees oder Meeres. Auf ihr gibt es immer Wellen, manchmal große, manchmal kleine. Viele Menschen denken, dass das Ziel der Achtsamkeit oder der Meditation darin bestünde, die Wellen zu verhindern, sodass die Oberfläche flach, friedlich und ruhig wird. Doch dies ist eine irreführende Vorstellung. Viel eher ist dieses Zitat nützlich, uns Achtsamkeit näher zu bringen: „Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber Du kannst lernen, sie zu reiten.“ Die Gruppe vermittelt in einem Zyklus von sechs Gruppensitzungen nützliche Informationen und praktische Übungen.

Videounterstützte Märchengruppe

„Märchen als Spiegel der Seele“ - über das gemeinsame Erfinden von eigenen Märchen, Rollenspiel, Videoaufzeichnung und Reflexion dieser Märchen gewinnen wir Einblick in innerseelische Probleme und neue Lösungsmöglichkeiten.

Skills-Gruppe

Bei der Skills-Gruppe handelt es sich um ein verhaltenstherapeutisches Trainingsprogramm zur Verbesserung sozialer Fertigkeiten und Kompetenzen und spezifische Handlungsmöglichkeiten. Das Skills-Training gehört zum Konzept der dialektisch-behavioralen Therapie von M. Linehan und wird vorwiegend für Patienten mit emotional instabiler Persönlichkeitsstörung angeboten.

Motivationsgruppe

In dieser wöchentlich einmal stattfindenden psychoedukativen Gruppe erhalten Patienten Informationen zum Krankheitsbild Sucht. Themen sind u.a. die Verbreitung der Suchtproblematik in der Gesamtbevölkerung und deren gesellschaftliche Bedeutung, die Abgrenzung von unauffälligem, riskantem, missbräuchlichem und abhängigem Konsum (Kriterien der Abhängigkeit), Ursachen der Suchtentwicklung und Entstehungsmodelle, schädliche Langzeitfolgen des Konsums, das Für und Wider der Abstinenz, bestehende Behandlungsmöglichkeiten und Techniken zur Verhinderung von Rückfälligkeit.

PEGASUS-Gruppe

PEGASUS steht für „Psychoedukatives Gruppenprogramm bei schizophrenen und schizoaffektiven Erkrankungen“. Bei der PEGASUS-Gruppe handelt es sich um eine psychoedukative Gruppe, die sich speziell an Patienten  mit einer schizophrenen oder schizoaffektiven Erkrankung richtet. Die Zielsetzung der Gruppe besteht in der Wissensvermittlung über die Entstehung, den Verlauf und die Behandlung von Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis. Darüber hinaus soll ein wechselseitiger Austausch der Teilnehmer über ihre eigenen Erfahrungen und Kenntnisse ermöglicht werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rückfallprophylaxe (Erkennen von Frühwarnsymptomen, Umgang mit Belastungen) sowie auf der Beantwortung konkreter Fragen der Patienten. Es handelt sich um einen Zyklus von sechsGruppensitzungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten.

Sozialpädagogischer Fachdienst

Der Sozialdienst ergänzt die medizinische und pflegerische Versorgung in allen Betriebsteilen unseres Klinikums. Er bietet allen Patientinnen und Patienten professionelle Hilfe in Form von Beratung, Unterstützung und Vermittlung an, bei denen sich durch ihre Erkrankung oder Behinderung soziale Fragen und Probleme ergeben. Der Sozialdienst im Krankenhaus arbeitet mit allen beteiligten Berufsgruppen innerhalb und außerhalb des Klinikums zusammen. Er koordiniert die verschiedenen Hilfen und trägt dazu bei, dass Patientinnen und Patienten eine möglichst zeitnahe sowie bestmögliche Versorgung und Betreuung nach dem Krankenhausaufenthalt erhalten.

Musiktherapie

Musik bewegt individuell, sie löst Gedanken, Bilder, Gefühle und Erinnerungen aus. Der aktive, freie und spielerische Umgang mit Klängen und Rhythmen ermöglicht einen neuen Zugang zur Wahrnehmung der eigenen Befindlichkeit, Verfassung, zu Bedürfnissen und Wünschen. Eigene Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten, Entscheidungs- und Handlungsspielräume können (wieder-) entdeckt und (weiter-) entwickelt werden. In der gemeinsamen freien Improvisation und strukturierten Spielübungen werden Formen der Beziehungsaufnahme und –gestaltung hörbar und veränderbar. Es ist keine musikalische Vorbildung nötig. Die Instrumente sind einfach und voraussetzungslos handhabbar.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, ausgewählte Musikstücke gemeinsam zu hören (rezeptive Musiktherapie). Dies kann zur (Re-) Aktivierung seelischer Inhalte führen, die im anschließenden Gespräch auf die Bewusstseinsebene gebracht und dort bearbeitet werden können.

Ergotherapie

Zur Ergotherapie gehören verschiedene Therapieformen, diese sollen im Folgenden kurz beschrieben werden.

Ergotherapie – Gruppe

Durch kreative und handwerkliche Techniken sollen Sie ihr seelisches Befinden und die Konzentration verbessern können. Hierbei ist Ihre Eigeninitiative gefragt, da Sie selbst entscheiden, welches Projekt oder Medium Sie wählen. Denkbar ist ergotherapeutisches Arbeiten mit Holz, Speckstein, Peddigrohr sowie Malerei. Sie können eigene Ideen entwickeln oder sich an Vorlagen orientieren und so Ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten besser einschätzen lernen.

Die enge therapeutische Begleitung und das Setting der Gruppe stärken das Selbstvertrauen dabei ebenso wie die Arbeit selbst.

Ergotherapie – Einzeltherapie

In enger therapeutischer Begleitung wird nach Absprache im Einzelkontakt an speziellen Zielsetzungen gearbeitet. Sowohl bei Konzentrationsschwierigkeiten, Überforderungserleben oder Angstzuständen soll die Einzeltherapie die Fähigkeiten und Fertigkeiten fördern, so dass im Verlauf durch direkte und ungestörte therapeutische Arbeit eine Gruppenteilnahme möglich wird. Erleichternd wirken hierbei die reizarme Umgebung, die direkte Lösung von Schwierigkeiten jeglicher Art und direkte Hilfestellung.

Cogpack

Hierbei handelt es sich um ein computergestützes kognitives Training. Es eignet sich speziell zur Therapie von Wahrnehmungs-, Konzentrations-, Leistungs- und Motivationsstörungen bei unterschiedlichsten Erkrankungen. Die individuelle Anpassung des Programms und die Unterstützung durch den Therapeuten helfen Ihnen, an Ihren kognitiven Fähigkeiten zu arbeiten. Zusätzlich zielt das Training auf den Umgang mit Defiziten und das Zurückgewinnen des Vertrauens in die eigene Leistungsfähigkeit ab.

Kognikom

Im spielerischen Gruppensetting trainieren Sie kognitive Fähigkeiten wie Konzentration, Aufmerksam-keit, Gedächtnis und Reaktionsvermögen. Zum Einsatz kommen zum Teil auch pädagogisch wertvolle und bekannte Gesellschaftsspiele. Durch die Gruppe trainieren Sie außerdem soziale Fähigkeiten und gemeinsam lassen sich so manche schweren Aufgaben stressfreier lösen. Dabei fördern Sie die Kommunikationsfähigkeit, das Erleben von Geselligkeit und Spaß, die Entwicklung von Entscheidungskompetenz, Antrieb und Motivation.

Alltagspraktisches Training / Kochgruppe (ADL)

Durch das alltagspraktische Training sollen sowohl Ihr seelisches Befinden in Form von Genuss, sozialer Anbindung und Selbstwert, als auch Ihre kognitiven und alltagsrelevanten Fähigkeiten gefördert werden. Bei Haushaltsgruppen stehen allgemeine Aktivierung, Planung und Durchführung von Handlungsabläufen, Teamarbeit, Steigerung der Belastbarkeit, Arbeiten nach Anleitung und soziale Fähigkeiten im Vordergrund.

Freizeitaktivitäten / Projektgruppe

Gemeinsam geplante Aktivitäten fördern die Selbstständigkeit, den Selbstwert und den Antrieb. Möglich hierbei sind: Ausflüge (z.B. ins Gasometer oder die Ludwigsgalerie), gemeinsames Kaffeetrinken, Abschiede von Patienten, die entlassen werden, Zoobesuche, Kinobesuche, uvm.

Zielsetzungen dabei sind:

- Kontakt innerhalb der Gruppe zu knüpfen,

- Kommunikations-, Kooperations- und Entscheidungsfähigkeit sowie Durchsetzungs-

  vermögen zu fördern

- Umgang mit Kritik, Frust und Enttäuschung zu üben,

- Erfahrung und Entwicklung eines Gruppengefühls,

- Bearbeitung von Rollenerwartungen und den daraus resultierenden Konflikten,

- Training von Grundarbeitsfähigkeiten,

- Spaß und Freude zu erleben.

 

Bewegungstherapie

Zur Bewegungstherapie gehören verschiedene Therapieformen, diese sollen im Folgenden kurz beschrieben werden.

Allgemeine Bewegungstherapie

An der allgemeinen Bewegungstherapie können alle jüngeren Patienten und Patienten mittleren Alters teilnehmen, welche keine gravierenden körperlichen Beeinträchtigungen haben. Es geht nicht darum, sich das Letzte abzuringen oder zu konkurrieren, sondern zu erfahren, dass es Körperbewegungen gibt, die sanft und entspannend den Körper dehnen und kräftigen und zu einem spürbaren Wohlgefühl führen aber auch, dass es ganz einfach Spaß machen kann, sich zu bewegen. Das Miteinander in der Gruppe ist für viele Patienten ansprechend und bietet neben dem Einsatz von verschiedenen gymnastischen Geräten eine zusätzliche Motivation. Die Grundangebote der BWT sind Gymnastik und sanfte Körperarbeit, Übungen zur Förderung der Konzentration, Koordination und Reaktion aber auch Spiele (einfache Ballspiele, Badminton etc.).

Sitzgymnastik

Die Sitzgymnastik ist ein Angebot für ältere Patienten und für Patienten, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen nicht an der allgemeinen Bewegungstherapie teilnehmen können. Die meisten Übungen werden hier im Sitzen durchgeführt.

Rückengymnastik

Diese Gruppe ist ein zusätzliches Angebot für Patienten mit mehr oder weniger starken Rückenbeschwerden. Kräftigungs- und Mobilisationsübungen, aber auch Übungen, die der Entspannung und Wahrnehmung des Rückens dienen, stehen im Vordergrund dieser Therapie.

Walken

Walken bedeutet nichts anderes als schnelles Gehen. Es ist in erster Linie ein sanftes Konditionstraining. Durch das intensivere Mitführen der Arme kommt es zu einer stärkeren Rotation des Rückens als es beim normalen Gehen der Fall ist - die Rückenmuskulatur wird zusätzlich gekräftigt und mobilisiert.

Faszientraining

Was sind Faszien? Das Fasziengewebe ist in unserem ganzen Körper zu finden. Es umhüllt Knochen, Sehnen und Bänder. Es gibt unserem Körper eine Form und verleiht ihm somit Stabilität und auch Flexibilität. Sind die Faszien verhärtet oder verklebt, kann dies zu Schmerzen führen. Wenn die Faszien mit regelmäßigen Übungen „trainiert“ werden, können Schmerzen verringert und ein Wohlbefinden im ganzen Körper erreicht werden.

 

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson

Der Patient lernt schrittweise, alle wichtigen Muskelgruppen des Körpers wahrzunehmen und zu entspannen Das Grundprinzip besteht darin, dass nacheinander einzelne Muskelgruppen für einige Sekunden angespannt und anschließend deutlich länger wieder entspannt werden. Man lernt dabei, Anspannungs- und Entspannungszustände im Körper genauer zu unterscheiden. Angestrebt wird eine Verminderung der Anspannung der Muskulatur. In der Regel stellt sich, wie bei anderen Entspannungsverfahren, eine Erweiterung der Hautgefäße mit Wärmegefühl, einer Verlangsamung und größerer Gleichmäßigkeit von Atmung und Herzschlag und einer psychischen und körperlichen Gelöstheit und Entspannung ein.

Joggingruppe/Laufband

Ausdauersport steigert das seelische Wohlbefinden. Darüber hinaus ist seit einigen Jahren bekannt, dass durch Ausdauersport über eine vermehrte Ausschüttung von sog. „Nervenwachstumsfaktoren“ die geistige Leistungsfähigkeit im Rahmen psychischer Erkrankungen verbessert werden kann. Dies aufgreifend bieten wir sowohl eine Jogginggruppe an als auch die Möglichkeit, die individuelle Ausdauer an einem modernen Laufband regelmäßig zu trainieren.

Physiotherapie

Die Physiotherapie im Evangelischen Klinikum Niederrhein ist ein Team aus PhysiotherapeutInnen und Masseuren mit langjähriger Erfahrung und umfassenden Qualifikationen. Wir bieten Ihnen eine große Vielfalt von Behandlungstechniken und verschiedenste physikalische Methoden an.

Handarbeits-Workshop

Es wird in Gesellschaft gestrickt und gehäkelt, um wieder zu erlernen, sich zu beschäftigen und mit anderen in Kontakt zu treten. Auch für diejenigen geeignet, die handarbeitlich nicht bewandert sind, um die eine oder andere Technik zu erlernen oder ins Gespräch mit anderen zu kommen.

Frühstücksgruppe

Diese Gruppe beinhaltet folgende Ziele:

- Zurückführung ins soziale Leben,

- Förderung und Erlernen der Fähigkeit, einen gesetzten Rahmen (z. B. Zeit)
    einzuhalten,

- Erlernen und Erhalten von Beziehungen zwischen sich und der Gemeinschaft,

- Fördern und Erhalten der Unabhängigkeit,

- Bewältigen einer gemeinsamen Aufgabe,

- Fördern und Erhalten der Selbständigkeit,

- Fördern und Erhalten des Selbstwertgefühls,

- Fördern der Wahrnehmung von Geschmack,

- Fördern der Wahrnehmung von Hunger und Durst,

- Fördern der Fähigkeit, genießen zu können,

- Förderung einer gesunden Lebensweise durch Vermittlung praktischer Hinweise über
  gesunde Ernährung.

Bibliotherapie

In dieser Gruppe wird die Kommunikations- und Merkfähigkeit durch aktuelle Themen der Tageszeitung gefördert.

Ohrakupunktur

Die NADA-Ohrakupunkturbehandlung ist für viele Menschen eine wirkungsvolle Hilfe zu innerer Stärke zu gelangen und Entspannung zu erfahren. Sie eignet sich zur Stressregulierung, ist wirksam bei hartnäckigen Schlafstörungen oder starker innerer Unruhe und kann in manchen Fällen Suchtdruck lindern.

Ernährungsgestaltungsgruppe

Die Ernährungsgestaltungsgruppe bietet hilfreiche Informationen und Begleitung bei der Ernährungsumstellung und der Gewichtsreduktion.

Im Rahmen der Gruppe kann der Zusammenhang zwischen psychischer Erkrankung, Stress, Bewegungsmangel, Schlafstörungen und Gewichtszunahme erkannt werden.

Alternative Bewältigungsstrategien und sogenannte „positive Aktivitäten“ werden erörtert und verschiedene Hilfsmittel, wie z.B. das Stresstagebuch oder das Schlaftagebuch werden vorgestellt.

Tagesklinikgruppe

In dieser Gruppe tauschen sich alle Teilnehmer der Tagesklinik untereinander aus, planen Wochenenden und gestalten die Tagesstrukturierung außerhalb der Klinik.

Angehörigengruppe

Durch unsere Gruppe soll Angehörigen, Lebenspartnern und engen Freunden die Möglichkeit gegeben werden, die Situation des Erkrankten besser zu verstehen, um ihn während seines Genesungsprozesses unterstützen und begleiten zu können. Aber auch die Angehörigen sind häufig von der Erkrankung erheblich mitbetroffen. In der Gruppe wollen wir auf Schwierigkeiten eingehen, die im Zusammenleben mit den Erkrankten entstehen. Es werden Möglichkeiten besprochen, wie Angehörige sich vor Überlastung schützen können und auch persönliche Anliegen bezüglich der Erkrankung sollen Thema sein. Neben der Wissensvermittlung besteht Raum für alle Fragen. Gleichzeitig möchten wir eine Austauschplattform für Angehörige bieten, um sich bei anderen „Experten“ Anregungen holen zu können. Anonymität und Datenschutz sind gewährleistet.

Gerontopsychiatrische Beratungsstelle (GPB)

Wir bieten Ihnen:

- individuelle, persönliche Beratung bei allen psychischen Erkrankungen des Alters wie
  beispielsweise Demenz, Depression, und den damit verbundenen Problemlagen,

- gemeinsame   Entwicklung   und    Einleitung   des   Entlastungs-   und    Unter-
  stützungsangebots,

- trägerunabhängige,   neutrale    Vermittlung   und   Koordination von Hilfs- und Versor-
  gungsangeboten

- Hilfestellung und Unterstützung bei der Beantragung verschiedener Leistungen von
   Pflegekassen, Krankenkassen und Sozialamt

- Monatliche Gesprächskreise für Angehörige/Bezugspersonen

Integrationsfachdienst (IFD)

Der IFD berät Sie zu den Themen:

- Arbeitsplatzsicherung

- Übergang Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

- Übergang Schule – Beruf

- Vermittlung in Arbeit (im Auftrag von Rehabilitationsträgern und den zugelassenen
   kommunalen Trägern nach SGB II)

Wir kennen den Arbeitsmarkt in unserer Region und pflegen zu vielen Firmen Kontakt. Seit Jahren arbeiten wir mit Behörden, Verbänden, niedergelassenen Ärzten, Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Schulen und Werkstätten für behinderte Menschen zusammen.

Wir verfügen über behinderungsspezifische Kenntnisse und bieten fachkompetente Beratung für seelisch behinderte Menschen, für Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung, für blinde und sehbehinderte und für hörbehinderte Menschen und für deren Arbeitgeber.

Seelsorge

Die Krankenhausseelsorge begleitet Menschen in der Lebens- und Arbeitswelt Krankenhaus. Wir Seelsorgerinnen und Seelsorger sind nicht in den Diagnose- und Behandlungsablauf des Krankenhauses eingebunden und können uns Zeit nehmen für Menschen,

- die Krankheit als Lebenskrise erfahren,

- deren Leben bedroht ist,

- die geheilt sind,

- die sterben,

- die Krankheit, Genesung oder Sterben miterleben.

Ebenso wendet sich die Krankenhausseelsorge an alle, die im Krankenhaus arbeiten. Als Gesprächspartner stehen wir allen zur Verfügung, die sich der Grenzsituation Krankenhaus stellen und häufig unter großen Belastungen stehen. Seelsorge vollzieht sich vor allem im gemeinsamen Gespräch. Daneben bieten wir Gottesdienste, Andachten, Abendmahlsfeiern/Kommunionsfeiern (auch auf dem Zimmer), Krankensalbungen und Krankensegnungen an. Wir setzen uns dafür ein, dass in angemessener Weise auch von den Verstorbenen etwa im Rahmen einer Aussegnung Abschied genommen werden kann. Diese ganz unterschiedlich geprägten Feiern bieten eine gute Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und sich mit der Situation, mit sich selbst und mit Gott auseinanderzusetzen.

Station 12 - Schwerpunktstation für Akut- und Notfallpsychiatrie

Station 12:
Schwerpunktstation für Akut- und Notfallpsychiatrie (Verantwortlich: OA Herr Dr. Winterstein)

Behandlungskonzept der Station 12:

Im Rahmen unserer psychiatrisch-psychotherapeutischen Gesamtausrichtung  sichert die Station 12 als Aufnahme- und Akutstation die Notfallbehandlung für Menschen in schweren seelischen Krisensituationen. Derartige Krisen können im Rahmen von Psychosen, Depressionen, Angststörungen, Intoxikationen mit Alkohol und Drogen auftreten, aber auch Ausdruck einer Zuspitzung schwieriger oder belastender Lebensumstände sein. Manchmal besteht akute Eigengefährdung (Suizidalität), selten auch Fremdaggressivität. Solche Krisensituationen führen zu großem Unterstützungsbedarf, den wir durch eine intensive ärztliche Behandlung und pflegerische Versorgung aufzufangen versuchen. Das Behandlungsteam setzt sich desweiteren aus Psychologen, Ergo-, Bewegungs- und Musiktherapeuten sowie Sozialarbeitern zusammen. Die jeweiligen therapeutischen  Angebote werden individualisiert an die Schwere der Erkrankung angepasst. Die Station12 stellt somit eine Art psychiatrische Intensivstation dar, auf der jederzeit Aufnahmen möglich sind.

Mit dem Versorgungsauftrag des Landes NRW sind wir beauftragt und verpflichtet, auch Patienten aufzunehmen und zu behandeln, die durch ihre Erkrankung vorübergehend nicht in der Lage sind, die Risiken ihres Handels richtig einzuschätzen. Es kann dann sogar vorkommen, dass "krankheitsuneinsichtige" Patienten, sofern sie andere oder sich selbst gefährden, Beschneidungen des Grundrechts auf freie Wahl des Aufenthaltsortes hinnehmen müssen, gegebenenfalls auch eine Behandlung gegen ihren Willen (Unterbringung gemäß PsychKG oder Betreuungsrecht). Diese Situation stellt für die betroffenen Patienten, ihre Angehörigen sowie Freunde und uns als Behandler eine besondere Herausforderung dar. Es ist daher stets unser besonderes Bemühen, die Therapie transparent zu gestalten, die Patienten als Partner in den therapeutischen Prozess einzubeziehen und ihnen wieder möglichst rasch ihre Eigenverantwortung und freie Willensentscheidung zu übertragen bzw. zu ermöglichen. Respekt und gegenseitige Wertschätzung sind dabei die Basis unseres Handelns. 

Die Station 12 ist in der einen Hälfte immer geschützt. Dies bedeutet, dass dort untergebrachte Patienten die Station nur nach Absprache verlassen können. Die andere Hälfte wird – je nach Belegungskonstellation - offen geführt.

Die Station 12 verfügt über 25 bis 36 Betten und hat einen großzügigen Innenhof mit Tischtennisplatte, Basketballkorb und Sonnenschirmen.

Station 13 - Schwerpunktstation für Abhängigkeitserkrankungen von Alkohol und Medikamenten sowie für komorbide Störungen

Station 13: 
Schwerpunktstation für Abhängigkeitserkrankungen von Alkohol und Medikamenten sowie für komorbide Störungen (Verantwortlich: OA Herr Dr. Alberti)

Behandlungskonzept der Station 13:

Die Station 13 ist eine offene Station mit einem psychoedukativen, psychotherapeutischen und psychopharmakologischen Behandlungskonzept und umfasst 32 Behandlungsplätze. Ein besonderer Schwerpunkt der Station ist die Behandlung von alkoholbezogenen Erkrankungen. Behandelt werden auch Patienten, die unter einer depressiven Erkrankung, psychotischen Erkrankung (z.B. Schizophrenie, schizoaffektive Störung), unter einer bipolar affektiven Störung oder einer anderen psychiatrischen Erkrankung leiden.

Das Therapiekonzept umfasst verschiedene Ansätze: Zunächst steht ein psychoedukatives Konzept (Krankheitsaufklärung) im Mittelpunkt, welches Ihnen Kenntnisse über Ihre Erkrankung vermittelt. Im Rahmen der Psychoedukationsgruppen ist ein intensiver Austausch über Ihre Erkrankung möglich und sinnvoll, gleichzeitig soll mit dem Wissenszuwachs und dem Aufbau einer nachhaltigen Behandlungstreue zukünftigen Wiedererkrankungen vorgebeugt werden.

Im Rahmen der medikamentösen Behandlung zur Erlangung und zur Aufrechterhaltung der Therapieerfolge werden in der Regel moderne, gut verträgliche Medikamente eingesetzt, die individuell auf Sie abgestimmt sind und mit Ihnen besprochen werden.

Darüber hinaus werden psychologisch oder ärztlich geleitete psychotherapeutisch ausgerichtete Einzel- oder Gruppentherapien durchgeführt. Des Weiteren verfügt die Station über ein umfangreiches Ergotherapieangebot, Bewegungstherapie, Entspannungstraining, Haushaltstraining, kognitives Training, Musiktherapie, pflegetherapeutische Angebote und die Möglichkeit zu Freizeitaktivitäten (z.B. Kegeln).


Behandlungsschwerpunkt: Qualifizierte Entzugsbehandlung von Alkohol oder Medikamenten

Die qualifizierte Entzugsbehandlung richtet sich nach fachlichen Leitlinien mit international anerkannten Methoden. Neben der körperlichen Entzugsbehandlung bilden motivierende, psycho- und soziotherapeutische Behandlungsverfahren den Schwerpunkt. Moderne Verfahren der Suchtmedizin bieten einen möglichst beschwerdearmen Entzugsverlauf und beinhalten ein individuelles Therapieprogramm mit detaillierter Beratung über das Krankheitsbild. Zielgruppe sind vorwiegend alkohol- und medikamentenabhängige Frauen und Männer, bei denen aktuell eine Entzugsbehandlung indiziert ist.

Wir arbeiten eng mit Einrichtungen des regionalen Suchthilfenetzwerks zusammen und geben Wegweisung bei der Suche nach weiterführenden ambulanten und stationären Behandlungsmöglichkeiten sowie Selbsthilfegruppen. Ziel der Behandlung ist das Erreichen von Abstinenz, also eine suchtmittelfreie Lebensführung.

Station 14 - Schwerpunktstation für psychische Störungen des höheren Lebensalters

Station 14: 
Schwerpunktstation für psychische Störungen des höheren Lebensalters (Verantwortlich: Frau Dr. Göbel, Herr Prof. Frings)

Konzept Station 14:

Die Station 14 ist konzipiert für eine vollstationäre psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung erwachsener Patienten mit einem Schwerpunkt für Patienten über 65 Jahren.

Ausgehend von einem ganzheitlichen Grundverständnis, welches Störungen und  psychische Beschwerden vor dem Hintergrund lebensgeschichtlicher Ereignisse und aktueller Belastungssituationen betrachtet, erfolgt die Behandlung beziehungsorientiert unter dem Einsatz einer modernen Psychopharmakotherapie, kognitiv-verhaltenstherpeutischer Angebote, einer kontinuierliche Begleitung und Betreuung durch das Pflegeteam sowie begleitenden einzel- und gruppentherapeutischen Angeboten.

Der Schwerpunkt der Behandlung liegt auf folgenden Störungen:

• Affektive Störungen wie Depressionen oder manisch-depressive Erkrankungen

• Schizophrenien, schizoaffektive Störungen und weitere Störungen aus dem psychotischen Formenkreis

• Dementielle Erkrankungen

• Schwere psychosomatische Störungen

• Angststörungen

• Krisenbehandlung bei akuten Belastungsstörungen

Auf dieser Station ist es auch möglich, körperlich eingeschränkte Patienten aufzunehmen und in eine aktivierende, Ressourcen fördernde pflegerische Betreuung einzubinden.

Wir können, je nach Bedürfnissen des einzelnen Patienten, folgende Therapieverfahren anbieten:

• Ergotherapie mit Frühstücksgruppe, Freizeitkompetenzgruppe

• Bewegungstherapie (Sitzgymnastik, Rückengymnastik, Walking, Ausdauer)

• Entspannungstherapien (Progressive Muskelentspannung, Qi Gong, Klangreise, Achtsamkeitsgruppe)

• Musiktherapie

• Psychoedukative Gruppen wie Depressionsgruppe, Pegasusgruppe (Psychosegruppe)

Cogpack (Computer-gestütztes kognitives Trainingsprogramm zur Förderung von Konzentration und Gedächtnis) sowie Gehirnjogging

• Stationsaktivitäten

Darüber hinaus erfolgt bei Bedarf eine soziotherapeutische Unterstützung durch unseren Sozialdienst.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der familialen Pflege (http://www.evkln.de/patienten-angehoerige-und-besucher/pflegedienst/familiale-pflege/) sowie eine Kooperation mit der Gerontopsychiatrischen Beratungsstelle.

Station 15 - Station mit psychotherapeutischem Schwerpunkt

Station 15: 
Psychotherapiestation für Störungen der Affektivität und Persönlichkeit (Verantwortlich: Ltd. OA Herr Dr. Kudling, Ltd. Psych. Frau Ehlis)

Das Angebot der Station 15 richtet sich an junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 45 Jahren und besteht aus einer stationären Behandlung, die auf bewährten psychotherapeutischen Behandlungskonzepten (z. B. kognitive Verhaltenstherapie) basiert. Ausgehend von einem psychotherapeutischen Grundverständnis, welches Störungen und  psychische Beschwerden vor dem Hintergrund lebensgeschichtlicher Ereignisse und aktueller Belastungssituationen betrachtet, erfolgt die Behandlung beziehungs- und ressourcenorientiert. Meist erfolgt zusätzlich eine moderne medikamentöse Therapie.  Angehörige können ergänzend in die Therapie einbezogen werden.

Behandelt werden schwerpunktmäßig Patientinnen und Patienten mit  Depressionen, Angst- und Panikstörungen, Traumafolgestörungen, Persönlichkeitsstörungen und psychosomatischen Erkrankungen einschließlich Essstörungen, chronischer Schmerzsyndrome und funktioneller Erkrankungen.  Für jede Patientin / jeden Patienten wird unter Berücksichtigung des Lebensumfeldes und der jeweils vorhandenen Möglichkeiten und Fähigkeiten (Ressourcen) ein individueller Behandlungsplan erstellt, der bei der Problemklärung und Krankheitsbewältigung weiterhelfen soll. 

Es erfolgen ärztlich und psychologisch geleitete Einzel- und Gruppentherapien sowie eine kontinuierliche Begleitung und Betreuung durch das Pflegeteam. Neben pflegerisch geleiteten Therapiegruppen gehören spezielle Gruppenangebote aus folgenden Bereichen zum therapeutischen Konzept: 

• Beziehungsorientierte Ergotherapie einschließlich Kreativtherapie, Malgruppe, Genusstraining und Haushaltsgruppe

• Körperbezogene Therapieangebote (Bewegungstherapie, Rückengymnastik, Walking, Sitzgymnastik, physiotherapeutische Maßnahmen)

• Musiktherapie (aktiv und rezeptiv)

• Skills-Gruppe (Training von Fertigkeiten zum besseren Aushalten von Anspannungszuständen oder impulsiven Verhaltensweisen, Erlernen von neuen Fähigkeiten zur Emotionsregulation, zur besseren Steuerung von schwierigen Gefühlen und zur Verbesserung zwischenmenschlicher Fertigkeiten)

• Achtsamkeitstraining (Erlernen bewertungsfreier Wahrnehmungsprozesse im Hier und Jetzt)

• Entspannungsverfahren (Imaginationübungen und Phantasiereisen, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, musikalisch begleitete Klangreise)

• Psychoedukation (Informationsvermittlung und Schulung über Ursachen, Behandlung und  Umgang mit psychischen Erkrankungen z. B. bei Angststörungen, Depressionen oder psychotischen Erkrankungen)

• Training sozialer Kompetenzen (Erlernen hilfreicher Strategien in zwischenmenschlichen Situationen)

• Metakognitives Training (Erarbeitung hilfreicher Problemlösestrategien)

• Cogpack (Computer-gestütztes kognitives Trainingsprogramm zur Förderung von Konzentration und Gedächtnis)

Darüber hinaus erfolgt eine bedarfsgerechte sozialarbeiterische und soziotherapeutische Unterstützung durch unseren Sozialdienst z. B. bei der Bearbeitung von schwierigen sozialen Problemen oder bei der Kontaktaufnahme zu Ämtern und ambulanten Hilfs- und Unterstützungssystemen. 

Allgemeinpsychiatrische Tagesklinik

Allgemeinpsychiatrische Tagesklinik: 
Teilstationäre Behandlung für Patienten, bei denen eine ambulante Behandlung nicht ausreicht, eine vollstationäre Behandlung aber noch nicht oder nicht mehr erforderlich ist  (Verantwortlich: OÄ Frau Dr. Eßer)

Seit Anfang 2017 verfügt die allgemeinpsychiatrische Tagesklinik darüber hinaus über gerontopsychiatrische Therapieplätze. Hier wird speziell auf die Bedürfnisse älterer Patienten eingegangen und typische Krisen des höheren Lebensalters können mit einem individuell zugeschnittenen Therapieprogramm behandelt werden.

Behandlungskonzept Tagesklinik:

Seelische Leiden bewirken Beeinträchtigungen der Gefühle und/oder der Wahrnehmung und bereiten oft auch Probleme in Partnerschaft und Familie, am Arbeitsplatz oder bei der Alltagsbewältigung. Das trifft oft auch bei zuvor stationär behandelten Patienten noch zu, so dass eine abgestimmte Rückführung in den Alltag notwendig ist.

Die Tagesklinik bietet den Patienten die Möglichkeit, an fünf  Tagen in der Woche von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr eine teilstationäre Behandlung zu nutzen und gleichzeitig im gewohnten sozialen Umfeld zu bleiben.

Die Indikation zur Aufnahme in der Tagesklinik besteht dann, wenn eine ambulante Behandlung nicht ausreicht und eine vollstationäre Behandlung noch nicht nötig ist, bzw. eine Verkürzung der vollstationären Behandlung durch Aufnahme in der Tagesklinik möglich ist.

In unserer teilstationären Behandlung (Tagesklinik) liegt neben der Behandlung akuter Beschwerden ein besonderer Schwerpunkt auf der therapeutischen Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen in der Lebenswelt, am Arbeitsplatz, in Familie, Freundeskreis und Partnerschaft sowie auf der Steigerung von Belastbarkeit und Leistungsvermögen.

Unsere Behandlung bietet für das gesamte Spektrum seelischer Leiden des psychiatrischen und psychosomatischen Feldes eine ganz besonders achtsam eingesetzte und auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmte Therapie an. Wir legen besonderen Wert darauf, dass in den einzelnen Behandlungsstunden, sei es in der Einzel- oder in der Gruppentherapie, ausreichend Zeit und Raum gegeben ist, damit unsere Teammitglieder angemessen auf die Bedürfnisse und Belange jedes Einzelnen eingehen können. Die Behandlung wird während des gesamten teilstationären Aufenthalts durch eine/n ärztliche/n oder psychologische/n Primärtherapeuten begleitet und an die Erfordernisse angepasst.

Unser Behandlungsangebot beinhaltet die hier schematisch dargestellten Therapien. Sämtliche Behandlungen werden dabei von ausgebildeten Spezialtherapeuten angeboten.


Psychotherapeutische Einzelgespräche
In den Einzelgesprächen mit unseren Primärtherapeuten wird in besonders personalisiertem Maß auf Beschwerden und Probleme eingegangen und es werden individualisierte Lösungen erarbeitet.


Medikamentöse Therapie

Oftmals erfordern seelische Leiden eine medikamentöse Therapie zur Linderung von Beschwerden. In der Tagesklinik bieten wir eine individualisierte medikamentöse Behandlung nach höchstem medizinischem und wissenschaftlichem Standard.


Gruppentherapie

Es werden einerseits allgemeine, themenoffene Gruppen mit engem Bezug zur individuellen Lebenswelt und andererseits beschwerdespezifische Gruppen zu Krankheitsbildern, Behandlungsformen und Bewältigungsstrategien bzw. ressourcenorientierter Arbeit angeboten.


Achtsamkeitsbasierte Therapie

Im Zentrum steht die Schaffung eines wahrnehmungs- und wertungsfreien Zugangs zu eigenen Gefühlen und Bedürfnissen. Das Angebot umfasst Einzel- und Kleingruppenangebote.


Kreativitätsbezogene Therapie

Es soll der Zugang zur eigenen Gefühlswelt geöffnet und in besonderer Form in Objekten, bildhaften Darstellungen und Klang zur Darstellung gebracht werden. Das Angebot umfasst musik- und ergotherapeutische Kleingruppenarbeit mit individualisierter Betreuung.


Alltagsorientierte Therapie

Die Bewältigung und Gestaltung des Alltags, der Aufbau und die Integration positiver Aktivitäten, aber auch sehr praxisnahe Tätigkeiten wie Kochen und Backen in der Gemeinschaft werden in den Einzel- und Gruppentherapien erarbeitet und erweitert.


Körperbezogene Therapie

Die Beziehung zum eigenen Körper und insbesondere das Wechselspiel von Seelen- und Körperempfindungen steht im Fokus der körperbezogenen Therapieangebote. Das Anbot umfasst dabei aktivitätsbezogene und entspannungs- sowie wahrnehmungsorientierte Einzel- und Kleingruppenangebote.


Ernährungs- und Vitaltherapie

Unsere Angebote der individualisierten Beratung und Erarbeitung eines Ernährungskonzepts berücksichtigen sowohl den Energiehaushalt als auch seelisch-körperliche Wirkung von Ernährung.


Wahrnehmungsbezogene Therapie

Durch den Einbezug verschiedener Ebenen des Erlebens und der Sinne (Sehen, Hören, Fühlen usw.) wird ein ganzheitlicher Ansatz verwirklicht, der auf die Fähigkeit und das Zulassen von Genuss und Erleben des Moments ausgerichtet ist.


Erlebnisbezogene Therapie

Das zeitgleiche, ganzheitliche Erleben seiner selbst und anderer sowie des aktuellen Geschehens in der Umwelt steht im Zentrum unserer Einzel- und Kleingruppenangebote, die stilles Erleben ebenso umfassen wie Ausflüge in Cafés und Museen, Einkaufsaktivitäten oder Spaziergänge.


Lebensweltbezogene Therapie

Um eine möglichst weite Entfaltung in der Lebenswelt zu ermöglichen, bieten wir im Bedarfsfall neben sozialarbeiterischer Betreuung und Beratung auch die Beratung und Vermittlung sozialpsychiatrischer Angebote, häuslicher Betreuung und integrierter Versorgung.

Die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Psychiatrische Institutsambulanz: 
Ambulantes Behandlungsangebot mit Schwerpunkt für schwer und chronisch kranke Patienten sowie für notfallpsychiatrische Behandlungen (Verantwortlich: OÄ Frau Dr. Eßer )

Unser Behandlungsangebot

Unser Behandlungsangebot richtet sich an psychisch kranke Erwachsene, die wegen der Art und besonderen Schwere oder Dauer ihrer psychischen Erkrankung ein umfangreiches ambulantes Therapieangebot benötigen.

Unser multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, Pflegefachkräften, Sozialarbeitern, Bewegungstherapeuten, Arzthelferinnnen und Ergo- sowie Musiktherapeuten bietet Ihnen:

• ärztliche psychiatrisch-psychotherapeutische und psychologische Diagnostik und Therapie

• fachpflegerische Betreuung und Unterstützung

• Ergotherapie

• Musiktherapie

• Bewegungstherapie

• Kognitives Training

• Entspannungstherapie und Achtsamkeitstraining

• sozialarbeiterische Beratung und Betreuung in sozialen Fragestellungen

• Einzel- und Gruppentherapien

• Unterstützung bei der Alltagsbewältigung

• Psychoedukationsgruppen

• Angehörigenberatung

Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir einen individuellen Therapieplan, der sich nach Ihrer seelischen Gesundheit und Ihrer Lebenssituation richtet. Ziele der Behandlung sind Ihr bestmögliches Befinden, die Vermeidung von Krankenhausaufenthalten, Verkürzung von Behandlungszeiten und die Förderung der sozialen Integration (z. B. durch Erhalt oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit).

Wir arbeiten zusammen mit

• Hausärzten

• Fachärzten

• Einrichtungen der Suchthilfe

• Psychosozialen Beratungsstellen

• Einrichtungen des betreuten Wohnens

• Selbsthilfegruppen

Ihre Aufnahme in der psychiatrischen Institutsambulanz (PIA)

Für Ihre Behandlung in der PIA benötigen sie eine Überweisung sowie Ihre Versichertenkarte. Die Kosten für die Behandlung in der PIA werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Beim ersten Termin besprechen wir mit Ihnen, ob die uns vorgegebenen Bedingungen (also Art, Schwere und Dauer der Erkrankung) für eine Behandlung in der PIA erfüllt sind; ggf. beraten wir Sie gern zu Alternativangeboten.

Während Ihrer Behandlung bei uns ist eine gleichzeitige Behandlung bei einem niedergelassenen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leider nicht möglich; die Behandlung bei einem psychologischen Psychotherapeuten kann weiterhin parallel erfolgen. Die Behandlung in der PIA erfolgt ausschließlich nach Terminvereinbarung. Im Notfall wenden Sie sich bitte an die  Notfallambulanz unserer Klinik, die Ihnen jederzeit auch ohne Termin zur Verfügung steht.

Wenn Sie Fragen zur Behandlungsaufnahme haben, rufen Sie uns unter der unten angegebenen Nummer an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Tel.: 0208 / 697-4151

Fax: 0208 / 697-4413

E-Mail: pia@evkln.de

Telefonische Erreichbarkeit

Montag – Donnerstag von 08.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr, Freitag von 08.00 – 13.00 Uhr. Sprechstunden montags bis freitags, Termine nur nach Vereinbarung.